Nachfolgend finden Sie Presseartikel und -mitteilungen sowie Leserbriefe rund um das Themenfeld "Gesteinsabbau", insbesondere zu dem Abbauvorhaben zwischen den Ortschaften Gröningen und Bölgental in der Gemeinde Satteldorf. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Inhalt der wiedergegebenen Pressetexte und verlinkten Webseiten, nicht zwangsläufige die Meinung der Bürgerinitiative widerspiegeln und verweisen dazu auf unser Impressum. Die Beiträge sind chronologisch in absteigender Reihenfolge sortiert.

Ältere Presseartikel und Leserbriefe finden sie hier: Presse Artikel bis Ende 2018


 

Satteldorfer Gemeindeblatt vom 14.05.2021

Mitteilungsblatt der Gemeinde Satteldorf zur Online-Konsultation

Durchführung der Online-Konsultation zum Genehmigungsverfahren Steinbruch Bölgental

Bis 7. Mai 2021 waren über die Homepage des Landratsamts Schwäbisch Hall Unterlagen im Rahmen der Online-Konsultation zur beantragten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung auf Errichtung und zum Betrieb eines Steinbruchs und eines Schotterwerks bzw. einer mobilen Brecher- und Klassieranlage auf Gemarkung Gröningen, Gemeinde Satteldorf (Steinbruch Bölgental) eingestellt. Aus Sicht der Gemeinde waren die eingestellten Unterlagen unvollständig.

Die Online-Konsultation ersetzt den durchzuführenden Erörterungstermin. Im Rahmen eines Erörterungstermins werden auch die im Rahmen der Behördenbeteiligung von den jeweiligen Behörden vorgebrachten Einwendungen dargelegt und erörtert. Nichts anderes dürfte für die Abwicklung im Rahmen einer Online-Konsultation gelten. In den veröffentlichten Unterlagen fehlten die von der Gemeinde Satteldorf abgegebene Stellungnahme vom 12. November 2020, einschließlich mit vorgelegter Gutachten sowie die Stellungnahme der Gemeinde vom 05.02.2021 samt der vorgelegten Stellungnahme der Bernhard Gruppe ZT GmbH.

Das Landratsamt Schwäbisch Hall als Genehmigungsbehörde war trotz wiederholter Intervention der Gemeinde und des unsere Interessen vertretenden Anwalts nicht bereit, diese Unterlagen in die Online-Konsultation aufzunehmen. Fragwürdig erscheint besonders, dass Erwiderungen und rechtliche Einschätzungen der anwaltlichen Vertretung des Antragstellers sowie fachliche Einzelstellungnahmen seiner Gutachter veröffentlicht wurden, die sich auf die Stellungnahmen der Gemeinde beziehen.

Aus diesem Grund bieten wir jedem interessierten Bürger die Einsichtnahme in diese Unterlagen an. Melden Sie sich bitte ggf. im Rathaus Satteldorf, bei Herrn Diem (Hauptamtsleiter) unter Tel. 07951 4700-20 zwecks Terminabstimmung.

Wir halten die Offenlegung auch dieser Unterlagen im Sinne der Transparenz für notwendig. Die rechtliche Tragweite wird im weiteren Verfahren zu klären sein.


 

Hohenloher Tagblatt vom 28.04.2021

Interessen stoßen im Naturidyll aufeinander

Infrastruktur Der Albverein fürchtet um die Wanderwege und zeigt dies bei einem Spaziergang rund um den geplanten Steinbruch von Bölgental. Von Ute Schäfer

Die Vögel zwitschern, Buschwindröschen und Lerchensporn blühen, der Waldboden ist so saftig grün, wie er es nur im Frühling sein kann. Dass der Vorfrühling gerade an Jagst und Gronach berauschend schön sein kann, wissen Lothar Schwandt und Jürgen Buscher. Deshalb haben sie zum Spaziergang an Jagst und Gronach geladen. Die beiden kennen dort jeden Steig, denn beide engagieren sich beim Schwäbischen Albverein. Sie haben dort Wanderwege ertüftelt und Karten erstellt. Buscher ist Vorsitzender der Ortsgruppe Satteldorf,  Schwandt ist stellvertretender Gauvorsitzender. Treffpunkt sind die fünf Linden kurz vor Bölgental, jede für sich schon ein Naturdenkmal.

Steinbruchareal umrunden
Die Route: Hinunter zur Jagst, unter der Autobahn durch bis zur Gronach und kurz vor der Hammerschmiede wieder hinauf auf die Höhe, wo die fünf Linden schon von weitem zu sehen sind. Damit wird im Prinzip die Fläche umrundet, auf der der große Steinbruch geplant ist, für den derzeit das Genehmigungsverfahren läuft. Um dieses Vorhaben geht es nun Schwandt und Buscher – wohl wissend, dass der Zeitpunkt der öffentlichen Einsprüche längst schon verstrichen ist. „Aber dennoch glauben wir, dass die Themen Naturschutz und Wanderwege in der Diskussion bis jetzt zu wenig gehört wurden“, sagt Schwandt.

Sie kommen an kleinen Wiesen vorbei, an großen Bäumen, und unten am Fluss blühen die Sumpfdotterblumen. Buchfinken sind zu hören, ein Habicht fliegt auf, ein Eichelhäher schimpft. „Die Natur ist hier auch deshalb wertvoll, weil viele verschiedene Lebensräume eng beieinander liegen“, erläutert Buscher. Da ist der Fluss und seine Ufer, da sind die Hänge, die zum Teil extensiv bewirtschaftet sind, das sind die so genannten Klebwälder, die im Wortsinn an den Prallhängen kleben.

Dass hier auf der anderen Seite ein Steinbruch geplant ist, mit Sprengungen, Schotterwerk und riesigen LKW, das kann man sich kaum vorstellen. Der Frühlingsruf der Meisen jedenfalls wäre wohl nicht mehr zu hören. „Man weiß ja auch nicht, wie sich der Staub verteilt und ob das der Natur schadet“, sagt Buscher.

Der Albverein befürchtet auch, „dass der Steinbruch die Wanderwege beeinträchtigt“, so Schwandt. Denn die Flusstäler zwischen Bölgental und Gröningen sind, wenn man so will, der Hotspot der hiesigen Wanderwege. Alle führen hier durch. Die Schilder zeigen es an: Jakobsweg, Main-Donau-Bodensee-Weg, Jagststeig, Europäischer Fernwanderweg. Es würde bedeuten, so Schwandt und Buscher, dass die Wege gesperrt werden müssten, wenn im Steinbruch gerade gesprengt wird.

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Das Gebiet an den Flüssen ist jeweils etwa zur Hälfte als Natur- und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, erläutert Schwandt: „Und zum Steinbruch gibt es an manchen Stellen keinen Übergangsstreifen.“ Doch als die Flächen vor gut 15 Jahren als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden, da sei das Gebiet dahinter in Regionalplan bereits als Rohstoffsicherungsfläche eingestellt gewesen. „Dabei wird deutlich, dass beide Interessen zusammenstoßen müssen“, sagt er und prognostiziert: „Da muss sich das Landratsamt viel einfallen lassen, um eine Zu- oder Absage des Steinbruchs zu begründen.“

Zum gesamten Artikel: 20210428_HT_Artikel_Interessen stoßen im Naturidyll aufeinander


 

23.04.2021 Mitteilungsblatt der Gemeinde Satteldorf zur Gemeinderatssitzung vom 19.04.2021

Bürgerentscheid zum geplanten Steinbruch Bölgental

Mit dem Bürgerentscheid vom 1. Juli 2018 wurde die Haltung und die Vorgehensweise der Gemeinde Satteldorf bezüglich des projektierten Kalksteinabbaus bei Bölgental mit einem sehr eindeutigen Ergebnis festgelegt und anstelle eines Gemeinderatsbeschlusses entschieden. Das eindeutige Abstimmungsergebnis — über 2/3 der WählerInnen (67,7 %) — besagt, dass die Gemeinde Satteldorf das rechtlich Mögliche unternimmt, um den projektierten Kalksteinabbau bei Bölgental zu verhindern.

Diese Festlegung gilt auch über die nach der Gemeindeordnung geltende Bindungsfrist von drei Jahren hinaus, soweit kein anderslautender oder diese Festlegung ändernde Beschlussfassung im Gemeinderat erfolgt. Wie Bürgermeister Kurt Wackler feststellte, ist daher aktuell kein weiterer Beschluss erforderlich, bis auf Weiteres gilt das Ergebnis und die Feststellung der Haltung der Gemeinde aus dem Bürgerentscheid vom 01.07.2018.


 

Hohenloher Tagblatt vom 23.04.2021

Es besteht kein Handlungszwang

Kommunalpolitik Der Geltungszeitraum des Bürgerentscheids zum Steinbruch in Satteldorf läuft ab. Braucht es einen neuen? Nein, sagt Bürgermeister Kurt Wackler. Von Ute Schäfer

In der Gemeindeordnung ist es klar geregelt: Ein Bürgerentscheid gilt drei Jahre. Danach kann der Entscheid durch einen Beschluss des Gemeinderats geändert oder rückgängig gemacht werden. Im Fall des Satteldorfer Bürgerentscheids zum Steinbruch in Bölgental ist diese Dreijahresfrist bald abgelaufen, teilte Bürgermeister Kurt Wackler den Gemeinderäten in deren jüngsten Sitzung mit.

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Alles bleibt beim Alten
Muss nun ein neuer Bürgerentscheid her? Nein, sagt Bürgermeister Kurt Wackler. Ein Gemeinderat kann zwar nach drei Jahren eine andere Gangart als die im Bürgerentscheid vorgegebene wählen. Er muss aber nicht. Und solange nichts geändert wird, gilt der Bürgerentscheid weiter. Dies ergebe sich zwingend „aus den allgemeinen kommunalverfassungsrechtlichen Regelungen der Gemeindeordnung“. Maßgebend sei weiterhin die Haltung der Gemeinde, die sich aus dem Bürgerentscheid ergibt. Diese Haltung müsse auch nicht durch einen weiteren Entscheid „manifestiert“ werden, so Wackler. „Die Frage würde sich erst stellen, wenn im Gemeinderat eine anderslautende Festlegung beschlossen würde.“ Doch die wird wohl nicht kommen: In den vergangenen Sitzungen gab aus den Reihen der Gemeinderäte keinen Antrag auf einen
anderslautenden Beschluss. Und auch die Verwaltung werde keinen stellen, so Wackler. Die Gemeinderäte nahmen die Ausführungen des Bürgermeisters zur Kenntnis.

Zum gesamten HT-Artikel: 20210423_HT_Artikel_Es besteht kein Handlungszwang


 

Hohenloher Tagblatt vom 25.03.2021

25.03.2021 KREISGEMEINDEN

„Mit dem Online-Verfahren bleibt das Geschmäckle“

Einwände Erörterungstermin zum Steinbruch Bölgental findet nur digital statt. Dies wird in Satteldorf bedauert.

Satteldorf. Mit dem jetzt vorgesehenen Verfahren einer Online-Anhörung sind weder die Bürgerinitiative „Steinbruch Bölgental – Nein Danke!“ noch Satteldorfs Bürgermeister Kurt Wackler einverstanden. Denn dass die über 700 Einwendungen von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gegen den Steinbruch in Bölgental nicht im direkten Kontakt abgehandelt werden sollen, sei bedauerlich und weder transparent, noch der Tragweite der Entscheidung angemessen, schreiben Bürgermeister und Bürgerinitiative in ihren Stellungnahmen zum Verfahren.

Sie finden ähnliche Worte. Bürgermeister Kurt Wackler: „Mit dem Online-Verfahren bleibt das ,Geschmäckle’, dass die Dinge hinter verschlossenen Türen entschieden werden. Dieser Eindruck darf gar nicht entstehen, daran müsste es auch dem Landratsamt als Entscheidungsbehörde gelegen sein.“

Und die Bürgerinitiative: „Durch die Wahl des Verfahrens bleibt nach unserer Auffassung ein ,Gschmäckle’ zurück!“ Und weiter heißt es wortwörtlich: „Für viele Mitbürger- / innen stellt die Teilnahme an einer Onlinekonsultation eine erhebliche Hürde dar – sei es durch fehlende Technik, wie beispielsweise einem limitierten Internetzugang oder einfach durch das Fehlen der notwendigen Kenntnisse.“

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Die Bürgerinitiative bedauert dies: „Die Bürger müssen in einer derart brisanten Angelegenheit die Möglichkeit erhalten, ihre Fragen und Befürchtungen im Rahmen einer persönlichen Erörterung zu klären. Nur so kann auch die notwendige Akzeptanz für ein transparentes, offenes Verfahren ohne Bevorteilung der einen oder anderen Seite erzielt werden.“ Auch Bürgermeister Wackler bedauert, dass die vielen betroffenen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Einwendungen im Erörterungsprozess so nicht genügend wahrgenommen werden. Ute Schäfer

Hohenloher Tagblatt vom 25.03.2021 „„Mit dem Online-Verfahren bleibt das Geschmäckle“


 

Hohenloher Tagblatt vom 19.03.2021

19.03.2021 CRAILSHEIM

"Thema Steinbruch Bölgental wird online erörtert"

Satteldorf. Das Landratsamt hat den Erörterungstermin zum Thema Steinbruch Bölgental in Satteldorf wegen Corona abgesagt. Der Termin wird durch eine Onlinekonsultation ersetzt. Damit stelle das Amt den Betroffenen eine „formwahrende Alternative“ zur Verfügung. Will heißen: Die Betroffenen könnten online – schriftlich oder elektronisch – Beteiligungsrechte wahrnehmen, „bei denen eigentlich eine physische Anwesenheit nötig ist“, heißt es in der Bekanntmachung. Wie genau diese Onlinekonsultation aussieht, will das Landratsamt noch mitteilen. uts

Hohenloher Tagblatt vom 19.03.2021 „Thema Steinbruch wir online erörtert“


 

Hohenloher Tagblatt vom 25.02.2021

25.02.2021 KREISGEMEINDEN

„Wie kam es zu dieser Kehrtwende?“

Verkehr Die Bölgentaler Kreisstraße erreicht den Kreistag. Die Fraktion der Grünen/ÖDP widmet sich dem Schwerlastverkehr, der durch den geplanten Steinbruch zu erwarten ist. Von Ute Schäfer

Die Fraktion der Grünen/ÖDP im Kreistag hat an Landrat Bauer eine Anfrage gestellt. Das Thema: die Kreisstraße K 2508, die den Verkehr eines möglichen Steinbruchs bei Bölgental aufnehmen muss. Wie berichtet, will die Firma Schön + Hippelein den Schwerlastverkehr ihres geplanten Steinbruchs über diese Straße ableiten. Diese Straße verbindet Bölgental und Gröningen und ist ziemlich kurvig, was auch der Topografie geschuldet ist.

Mit wie viel Schwerlastverkehr müsste überhaupt gerechnet werden? Hans-Joachim Feuchter Fraktionssprecher

Das Straßenbauamt hatte darin erklärt, grundsätzlich keine Einwände gegen den Steinbruch bzw. den Steinbruchverkehr auf der Kreisstraße zu haben.

Dieses Statement des Straßenbauamts wurde Anfang Februar auch im Gemeinderat in Satteldorf diskutiert. Es sei ein „No-Go“, hatte etwa Bürgermeister Kurt Wackler damals gesagt und sich gewundert, wie das Straßenbauamt zu dieser Beurteilung kommen konnte. Immerhin habe es in der Vergangenheit noch ganz anders geurteilt.

Dies hat nun die Fraktion der Grünen/ÖDP im Kreistag zum Anlass genommen, das Thema ihrerseits aufzugreifen. „Die Kreisstraße – das ist unsere Zuständigkeit“, sagte Fraktionssprecher Hans-Joachim Feuchter dazu. In der Anfrage will die Fraktion wissen, wie es zu der Kehrtwende des Straßenbauamts gekommen sei und welche Untersuchungen es wann und mit welchem Aufwand gegeben habe.

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Hohenloher Tagblatt vom 25.02.2021 „Wie kam es zu dieser Kehrtwende?“


 

Mitteilungsblatt Gemeinde Satteldorf vom 05.02.2021

Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren geplanter Muschelkalkabbau bei Bölgental

Am 10.11.2020 hatte der Gemeinderat ausführlich über die Stellungnahme zum immissionsschutzrechtlichen Antrag zum Aufschluss und Betrieb eines Steinbruchs mit Gesteinsaufbereitungsanlagen in der Lagerstätte Satteldorf/Bölgental beraten, Stellung genommen und die Erteilung des Einvernehmens abgelehnt (wir berichteten ausführlich im Mitteilungsblatt). Mittlerweile wurden die Planunterlagen ergänzt und insbesondere die Anträge zum Bau eines Material- und Baustellencontainers und eines Dieseltanks der Eigenverbrauchstankstelle eingefügt. Parallel lief die Öffentlichkeitsbeteiligung bis 15.01.2021 im Landratsamt Schwäbisch Hall und im Rathaus Satteldorf, wobei Einwendungen noch bis zum 15.02.2021 vorgetragen werden können. Es bestand auch die Möglichkeit, die Antragsunterlagen elektronisch auf der Homepage des Landratsamts und auch auf dem UVP-Portal der Länder während der Auslegungsfrist einzusehen. Mit Schreiben vom 09.12.2020 hat das Landratsamt die ergänzenden Planunterlagen mit den Anträgen zum Bau eines Material- und Baustellencontainers und eines Dieseltanks für die Eigenverbrauchstankstelle erhalten. Es wurde um abschließende Stellungnahme gebeten.

Der Gemeinderat fasste einstimmig den Beschluss, das notwendige Einvernehmen nach § 36 Baugesetzbuch auch zu den geplanten, ergänzten Vorhaben nicht zu erteilen. Die im November bereits vorgelegte Stellungnahme wurde ebenso einstimmig bekräftigt sowie eine ergänzende Stellungnahme festgelegt. Gegenüber der ursprünglichen Stellungnahme wurde insbesondere ergänzend und deutlich bekräftigt, dass die Kreisstraße K2508 zwischen Gröningen und Bölgental nicht geeignet ist, den zu erwartenden Zu- und Abfahrtsverkehr mittels Schwerlast-LKW zu bewerkstelligen. Nicht nachvollzogen werden konnte die im Rahmen der Behördenbeteiligung abgegebene Stellungnahme des Straßenbauamtes als Straßenbaulastträger, die entgegen einer anders lautenden Stellungnahme im Vorfeld des Verfahrens nun eine Geeignetheit der Straße in den Raum stellt, soweit verschiedene Nebenbestimmungen und Auflagen erfüllt werden. Zur Bekräftigung der gemeindlichen Auffassung wird derzeit eine gutachterliche Stellungnahme durch das Planungsbüro Bernhard aus Aalen im Auftrag der Gemeinde erarbeitet. Das erfahrene Verkehrsplanungsbüro kommt in seinen Untersuchungen zum eindeutigen Ergebnis, dass die Straße sowohl von der Tragfähigkeit als auch von der Straßenbreite den Schwerlastverkehr, insbesondere auch einen möglichen Begegnungsverkehr, nicht bewältigen kann. Mit Blick auf mittlerweile vorliegende Stellungnahmen verschiedener Behörden wurden auch die gemeindlichen Bedenken hinsichtlich landwirtschaftlicher und wasserwirtschaftlicher Belange, regionalplanerischer Gesichtspunkte, aber insbesondere auch der Umweltbelange mit Blick auf das angrenzende FFH-Gebiet nochmals bekräftigt und ergänzt.


 

Hohenloher Tagblatt vom 09.02.2021

09.02.2021 KREISGEMEINDEN

Steinbruch Bölgental „Das kann es ja nicht sein“

Der Antrag auf Genehmigung ist leicht verändert worden, deshalb wurde er dem Satteldorfer Gemeinderat erneut vorgelegt. Der Bürgermeister ist mit der Arbeit des Landratsamts unzufrieden.
Von Ute Schäfer

Die Satteldorfer Firma Schön + Hippelein will bei Bölgental Muschelkalk abbauen, der Genehmigungsantrag durchläuft gerade das sogenannte immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren (siehe Infokasten). Nun hat die Firma dem Antrag zwei Details hinzugefügt: Der Steinbruch zwischen Jagst und Gronach soll auch einen Baustellencontainer und einen Dieseltank für eine Eigenverbrauchstankstelle erhalten. Dies hat zur Folge, dass den Behörden der ergänzte Antrag noch einmal zur Stellungnahme vorgelegt wurde. Er kam deshalb auch noch einmal auf den Tisch der Satteldorfer Gemeinderäte.

Es ist ein No-Go, wie das Landratsamt mit dieser Fragestellung umgeht.
Kurt WacklerBürgermeister Gemeinde Satteldorf

Die lehnten den ergänzten Antrag einstimmig ab. Das war vorauszusehen, denn das Gremium ist an den Bürgerentscheid gebunden, der von der Gemeinde verlangt, alles rechtlich Mögliche zu tun, um
den Steinbruch zu verhindern. Deshalb hatten sie auch schon den ersten Antrag im November abgelehnt.

Verfahren zum Schutz des Menschen

Ein wichtiger Satz fiel fast am Schluss der Debatte, und er kam von Gemeinderätin Stefanie Rein-Häberlen: „Es ist schon traurig, dass in der Stellungnahme des Straßenbauamts weder Fußgänger noch Fahrradfahrer auch nur mit einem Wort erwähnt sind. Dabei müsste ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren genau das tun – den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dazu ist es ja da.“

Zum Artikel 20210209_HT_Artikel_Der Bürgermeister ist mit der Arbeit des Landratsamts unzufrieden.pdf


 

Bürger können sich informieren
Genehmigungsverfahren - 13 Aktenordner stehen im Sitzungssaal des Satteldorfer Rathauses und warten auf Leser.
Das Thema: der Steinbruch in Bölgental. Der Zeitpunkt der Einsichtnahme ist umstritten. Von Ute Schäfer

Hohenloher Tagblatt vom 18.12.2020

„Wichtige Informationen fehlen“
Bauvorhaben - Der Satteldorfer Gemeinderat versagt das Einvernehmen zum Kalksteinbruch bei Bölgental.
Wichtigstes Argument: Die Voraussetzungen für eine Erschließung seien nicht gegeben. Von Ute Schäfer

Hohenloher Tagblatt vom 14.11.2020

Unterlagen auf dem Prüfstand
Steinbruch Bölgental Das Genehmigungsverfahren um den geplanten Kalksteinbruch ist angelaufen. Die Eingangsprüfung läuft derzeit, bald können die Bürger mitreden. Von Ute Schäfer

Unterlagen auf dem Prüfstand HT vom 31.10.2020

„Rettet das Jagsttal“ titel ein Leserbriefschreiber am 01.10.2020 im Leserforum des Hohenloher Tagblatts.

Leserbriefe zum Steinbruch Bölgental

Bericht im Hohenloher Tagblatt zur Sitzung des Satteldorfer Gemeinderats am 22.02.2019

„Bölgental: Abbauantrag wird gestellt“

Verfahren Bürgermeister Wackler weiß offenbar mehr über den Steinbruch von S+H, darf aber dem Rat nichts verraten. Ute Schäfer

Es gibt Neuigkeiten in Sachen Steinbruch Bölgental – und auch wieder nicht. Dies wurde deutlich in einem Statement von Bürgermeister Wackler bei der jüngsten Ratssitzung. So viel ist bekannt: Die Satteldorfer Verwaltung und das Unternehmen Schön + Hippelein, das in Bölgental Muschelkalk abbauen will, trafen sich unlängst im Landratsamt beim Scoping-Termin, teilte Kurt Wackler dem Gremium mit. Dieses Prozessmanagement ist vorgeschrieben und soll das Genehmigungsverfahren möglichst effektiv gestalten, indem es die Parteien frühzeitig an einen Tisch bringt.

„Beim Scoping-Termin haben wir erfahren, dass das Unternehmen den Abbauantrag stellen und damit ins Genehmigungsverfahren gehen wird“, teilte Wackler mit. Mehr könne er nicht sagen. „Wir sind derzeit in der Abstimmung, inwieweit wir das veröffentlichen und der Allgemeinheit zugänglich machen können.“ Und da, berichtet Wackler, sei ein Streit entbrannt. Uneins sein man darüber, „zu welchem Zeitpunkt wir Infos weitergeben können.“ ...

Den ganzen Artikel lesen: Hohenloher Tagblatt vom 23.02.2019


 

Zwei Leserbriefe im Hohenloher Tagblatt zur 110-kV-Stromtrasse und den Aussagen des Umweltzentrums Schwäbisch Hall

„Wenig übrig für Bölgental“

Zum Artikel „Auch Erdkabel ist Eingriff“ (HT vom 21. Dezember):

Zitat aus benanntem Artikel: „Deutliche Kritik äußert das Umweltzentrum an der Tatsache, dass die von seiner Seite schon 2016 ins Spiel gebrachte Südosttrasse nicht in derselben Weise wie die anderen Korridore geprüft wurde, obwohl diese bis auf den Jagsttalabschnitt bei Bölgental das geringste Konfliktpozential aufweist. Die NetzeBW argumentiere dort noch mit dem Argument, dass eine Querung wegen des geplanten Rohstoffabbaus nicht möglich sei. Inzwischen seien die Grenzen des Steinbruchs jedoch so weit von Bölgental abgerückt, dass dort ohne spürbare Beeinträchtigung von Einwohnern und Steinbruchbetrieb gequert werden könne. Allerdings müssten auch dort die wertvollen Biotope des Naturschutzgebiets mittels Spülbohrung passiert werden.“

Danke Umweltzentrum, auf euch kann man sich verlassen. Wenn es darum geht, Belastungen auf das Gebiet bei Bölgental zu konzentrieren, seid ihr garantiert die Ersten, die dem zustimmen, oder wie oben, sogar fordern. Aber der Brüller ist die Aussage, die Grenzen des möglichen Steinbruchs seien weit von Bölgental abgerückt.

Nun gut, man kann auch 250 bis 300 Meter als weit abgerückt bezeichnen. Diese Aussage entbehrt nicht eines gewissen Zynismus. Die Herrschaften im Umweltzentrum scheinen ja wenig für die Ortschaft Bölgental, deren Einwohner und den Schutz von Jagst- und Gronachtal – immerhin ausgewiesenes FFH-Gebiet – übrigzuhaben.

Wer braucht solche „Umweltschützer“?

Den Link zu: "Wenig übrig für Bölgental"

„Das war eine gelungene Weihnachtsüberraschung“

Zum Artikel „Auch Erdkabel ist Eingriff“ (HT vom 21. Dezember):

Mit seiner Stellungnahme zur Trassenführung der geplanten 110-kV-Stromleitung hat das Umweltzentrum Schwäbisch Hall die Katze aus dem Sack gelassen. Viele Bürger in Gröningen und in Bölgental waren verwundert, dass sich das Orakel in Hall nicht in die Auseinandersetzung um den in Bölgental geplanten Steinbruch eingemischt hat, sondern während des ganzen Jahres dazu geschwiegen hat. Jetzt hat es gesprochen.

Es kritisiert, dass die Planer seinen Vorschlag, die Südosttrasse, das heißt die Querung des Jagsttales bei Bölgental, nicht überprüft habe. Das Argument, die Trasse behindere die Einrichtung eines Steinbruchs, in dem der „Crailsheimer Muschelkalk“ abgebaut werden solle, sei nicht stichhaltig, denn „die Grenzen des Steinbruchs (seien) so weit von Bölgental abgerückt, dass dort ohne spürbare Beeinträchtigung von Einwohnern und Steinbruchbetrieb gequert werden könnte – unter der Maßgabe, dass die Spülbohrung zum Einsatz komme.“ Mit dieser will das Umweltzentrum das FFH-Gebiet an der Jagst schützen.

Das ist in der Tat interessant: Die Bürger von Bölgental und Gröningen fürchten den Lärm, Dreck und die Erschütterungen, die ihnen durch die Einrichtung eines Steinbruchs drohen. Bürger, die seit einem Jahrhundert unter den Folgen des Steinbruchs in Neidenfels leiden, streiten mit dem Betreiber, wer für die Schäden, die an ihrem Eigentum entstanden sind, haftet.

Und da kommen die Weisen aus Hall daher und erklären: Keine Sorge, da wird gar nichts passieren. ...

Ist den Damen und Herren nicht bekannt, unter welchen Belastungen unsere Landschaft und die Bewohner von Satteldorf bereits jetzt schon leiden müssen? Reichen der bestehende Gips- und Muschelkalkbruch nicht? Was ist mit dem ungeklärten Abwasser der B 290 und der A 6, die in Gronach und Jagst fließen? Welche Belastungen kommen auf das FFH-Gebiet zu, wenn die A 6 verbreitert wird und neue Brücken gebaut werden?

Vielen Dank, Umweltzentrum – das war eine gelungene Weihnachtsüberraschung.

Den Link zum Leserbrief: "Gelungene Weihnachtsüberraschung"


 

Ältere Presseartikel und Leserbriefe finden sie hier: Presse Artikel bis Ende 2018